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TÄTIGKEITSFELD – PROKTOLOGIE

Die Proktologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie der Enddarmerkrankungen sowie perianalen Hauterkrankungen. Nahezu jeder 2. Mensch auf der Welt hat irgendwann Probleme in diesem Bereich. Die Standarddiagnostik umfasst neben sorgfältiger Anamnese die klinische Befunderhebung und anschließende Untersuchung mit Proktoskop/Rektoskop/Endosonographie.

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Die häufigsten proktologischen Erkrankungen im Einzelnen:

  • Juckreiz und Brennen perianal und intraanal
  • Ekzeme (Irritativ toxisch, Atopisches Ekzem, Kontaktallergisches Ekzem)
  • Psoriasis vulgaris
  • Lichenerkrankungen
  • anogenitale Hautinfektionen (z. B. Pilzinfektionen)
  • Kondylome (Feigwarzen)
  • Analprolaps
  • Rektumprolaps

Jede Perianale Blutung sollte rechtzeitig durch eine Prokto/Rektoskopie abgeklärt werden!

  • Hämorrhoidenblutung gegebenenfalls auch Koloskopie.
  • Analfissuren (akut oder chronisch)
  • Anal/Rektum/Kolon-Krebs
  • Analfisteln/Analabszess
  • Perianalthrombose
  • Analprolaps

Hämorrhoidenblutung: Hämorrhoiden sind sehr häufig. Es handelt sich um vergrößerte Gefäßpolster unter der Schleimhaut im Bereich des unteren Mastdarms. Die Ursachen können sein: chronische Obstipation, starkes Pressen beim Stuhlgang, erbliche Disposition, schwere Geburten und ballaststoffarme Ernährung. Meist befinden sich die Hämorrhoiden bei 3, 7 und 11 Uhr in Steinschnittlage.

Symptome: häufig hellrotes Blut vor allem am Toillettenpapier, Nässen, Jucken, Brennen, feuchte Winde, Gefühl der unvollständigen Entleerung, Nachschmieren, Verstopfung, Analprolaps.

Der Verlauf ist meist progredient.

Stadienteilung und Therapie:

Es gibt 4 Stadien:

  1. Grad: nur proktoskopisch diagnostizierbar: Sklerosierung
  2. Grad: beim Pressen außen sichtbar, spontane Retraktion: Sklerosierung, Gummiringligatur nach Barron
  3. Grad: bei Druck prolabierend, nur manuell reponibel: Versuch der Sklerosierung Gummiringligatur nach Barron
  4. Grad: ständig außerhalb des Afters, nicht mehr reponibel: operativ

Die Prognose ist gut. Eine frühzeitige kausale Behandlung verhindert die Progredienz. Häufig Rezidive. Die Basisbehandlung besteht in der ballaststoffreichen Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr, entsprechende Analhygiene.

  • Perianale und intraanale Schmerzen
  • Analfissur (akut/chronisch)
  • Abszess
  • Kryptitis
  • Perianalthrombose
  • Proctalgia fugax (Krampf des Afterschließmuskels)

Mangelnde Kontrolle über Flatus (Gase) und Fäzes (Stuhlentleerung) unterschiedlicher Schweregrade.

  • musculär
  • neurologisch
  • bei unterschiedlichen Enddarmerkrankungen

Verminderung der Stuhlfrequenz: verlängerte „Transitzeit“ (Slow-Transit-Obstipation) oder erschwerte Stuhlentleerung (Outlet-Obstipation)

Abdominelle, teilweise krampfartige Beschwerden, häufig multifaktoriell, organisch keine fassbare Ursache

Aussackung der Kolonwand, meist im linksseitigen Darmabschnitt

Segmentale chronisch entzündliche Erkrankung des gesamten Gastrointestinaltraktes, auch im Analkanal und Mundhöhle möglich.

Chronische Entzündung der Darmschleimhaut