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TÄTIGKEITSFELD – NATURHEILMEDIZIN

Naturheilverfahren sind ganzheitliche diagnostische Methoden sowie medizinische Heilverfahren, die der Vorbeugung, Linderung oder Heilung von Krankheiten dienen, die im Sinne von Ganzheitsmedizin die Selbstregulationskräfte des Organismus aktivieren können und sollen.

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Übersicht der Naturheilverfahren in unserer Privat/Selbstzahlerpraxis:

Regulations- oder Umstimmungstherapie, bei der Lokalanästhetika injiziert werden um die Fortleitung von Nervenreizen für Minuten bis Stunden zu blockieren mit dem Ziel der Regulierung gestörter örtlicher oder übergeordneter Regelkreise z. B. bei Narbenbehandlungen zur Störfeldtherapie, bei Schmerzzuständen oder chronischen Erkrankungen.

  • Schröpftherapie: bei Rücken- und Osteoporoseschmerzen, bei funktionellen Herzbeschwerden, Oberbaucherkrankungen, chronische Bronchialerkrankungen durch Aufsetzen von Schröpfköpfen.
  • Blutegeltherapie: z. B. bei Krampfadern, postthrombotischem Syndrom, akutem Gichtanfall, Glaukom, Arterieller Hypertonie, Wundheilungsstörungen durch postoperativen Lymphstau.
    Blutegel werden einzeln auf die zu behandelnden Hautareale aufgesetzt, wobei sie ca. 10 – 40 Min. lang Blut ansaugen und dabei eine Vielzahl von entzündungshemmenden und gerinnungsaktiven Substanzen freisetzen. Die Therapie erfordert in der Praxis einige Zeit Geduld und Ruhe. Die Behandlung eignet sich vor allem bei Durchblutungsstörungen, rheumatischen Erkrankungen, Osteoporose und Weichteilrheuma und ist nahezu schmerzfrei. Es werden je nach Indikation und Ort 2-12 Tiere angelegt. Die Egel dürfen auf keinen Fall gewaltsam entfernt werden, sie fallen nach Vollsaugung ab, anschließend noch Beobachtung wegen möglichen Nachblutungen.
  • Aderlass: Z. B. bei Durchblutungsstörungen, Stoffwechselstörungen (Adipositas, Gicht), Diabetes Mellitus, Hyperlipidämie, auch bei zerebralen Durchblutungsstörungen und Lungenerkrankungen.
    Beim therapeutischem Aderlass werden meist 100 – 150 ml venöses Blut ca. 1 – 2x/Woche entnommen.
  • Baumscheidverfahren: Das Baumscheidverfahren ist eine alte Heilmethode, bei der die Haut gestichelt und mit einem hautreizenden Öl eingerieben wird, so dass sich eine künstliche Entzündung bildet. Durch diese Reizwirkung soll es zu Verbesserungen von Erkrankungen der inneren Organe, des Bewegungssystems und der Muskulatur kommen. Die Haut wird rasiert und desinfiziert, dann mit einer Stachelrolle gestichelt und mit einer hautreizenden Paste oder Öl eingerieben, anschließend Anlegen eines Verbands. Verbandswechsel nach 2-5 Tagen. In dieser Zeit sollte der Bereich nicht gewaschen werden. Anwendung bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Muskulatur, allgemeiner Infektanfälligkeit, Verdauungsbeschwerden, chronische Verstopfung, in der Kinderheilkunde bei Infektanfälligkeit der Kinder, bei Schwindel, Ohrsausen und Hörschwäche, urogenitalen Erkrankungen z. B. Harninkontinenz, bei psychischer Labilität und vegetativer Dysregulation und auch bei Augenerkrankungen.

Die Akupunktur ist eine Heilweise der alten chinesischen Tradition bei der bestimmte „Akupunkturpunkte“ angestochen werden. Diese Punkte wurden über viele Jahrhunderte aus der Erfahrung gefunden und bestimmten Organen oder auch Körperfunktionen zugeordnet.
Die örtlichen Effekte beruhen auf der Einwirkung auf die vegetativen und sensiblen Nervenfasern in der Haut. Es handelt sich um eine Regulationstherapie, wobei ein therapeutischer Reiz gesetzt wird und der Körper mit einer Reihe von Gegenregulationen reagiert. Bei der Akupunktur können grundsätzlich funktionelle Störungen beseitigt werden, keine manifesten organischen, sie ist aber eine lindernde Maßnahme bei vielen organischen Erkrankungen. Einsatz bei:

  • Schmerzzustände (Kopfschmerzen, Migräne, Tumorschmerzen)
  • Störungen des Bewegungsapparats, Schmerzen und Verspannungszustände, posttraumatische Heilungsverbesserung
  • Verdauungsbeschwerden z. B. bei Reizdarmsyndrom, Obstipation, Durchfall oder Blähungen
  • Funktionelle Herzbeschwerden z. B. labiler Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen
  • Suchterkrankungen z. B. Raucherentwöhnung, Fresssucht

Bei der Bioresonanztherapie werden körpereigene „Schwingungen“ aufgezeichnet und hieraus Informationen über den Zustand des Körpers und seiner Organe gewonnen. Wenn die registrierten Schwingungen krankhaft sind, werden sie in einem Gerät modifiziert und dem Körper wieder zugeführt. Hiervon verspricht man sich eine Korrektur der Fehlschwingungen mit nachfolgender Verbesserung.

Anwendungsschwerpunkte:

  • Allergien, besonders Nahrungsmittelallergien
  • Schmerzzustände aller Art wie Nervenschmerzen und Tumorschmerzen
  • Immunschwäche und Infektneigung, besonders bei Kindern
  • Chron. – degenerative Erkrankungen, besonders des rheumatischen Formkreises
  • Atemwegserkrankungen (Asthma, Bronchitis)
  • Herzkreislauferkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Migräne
  • Stoffwechselstörungen (Diabetes Mellitus)
  • Urogenitale Erkrankungen (Zystitis oder Nephritis)

Eigenbluttherapie:
Es handelt sich um eine Reiz- und Regulationstherapie (sog. Umstimmungstherapie). Es wird aus einer Vene Blut entnommen und dieses anschließend dem Körper intramuskulär wieder zugeführt, gelegentlich auch mit Zusätzen.

Anwendungsschwerpunkte:

  • Akute und chron. Infektionen
  • Degenerative Prozesse (z. B. rheumatische Erkrankungen)
  • Immunstimulation und Rekonvaleszenzverbesserung
  • Allergien
  • Hauterkrankungen, vor allem Ekzeme
  • Durchblutungsstörungen

Nebenwirkungen: gelegentlich Erstverschlimmerung, Fieberanstieg

Mikrobiologische Therapie (früher auch Symbioselenkung)
Die Mikrobiologische Therapie hat das Ziel, eine normale Besiedlung des Darms zu erhalten bzw. wieder herzustellen und/oder das darmassozierte Immunsystem zu modulieren und regulieren.

Was heißt Symbiose: Zufuhr von Bakteriekulturen die sich von unserem Nahrungsbrei ernähren, andererseits aber durch ihre Anwesenheit in gewissen Umfang Infektionen mit Krankheitserregern im Verdauungstrakt verhindern und dadurch eine unspezifische Stimulierung unseres Immunsystems bewirken und vor Infektionen schützen.

Wann muss an eine Darm-Dysbiose gedacht werden (Fehlbesiedlung mit Keimen): Blähungen, Magen-Darm-Krämpfe, Neurodermitis, Gelenkentzündungen nach Infekten, nach Antibiotika.
Wie kann diese Therapie durchgeführt werden?

  • Ca. 12 Wochen notwendige Therapie in verschiedenen Schritten
    mit Reduzierung der ungünstigen Darmkeime
  • Aktivierung des Stoffwechsels um die von Darm aufgenommenen giftigen Stoffwechselprodukte besser abzubauen.
  • Anregung der Produktion von Verdauungssäften
  • Zufuhr von günstigen Darmkeimen
  • gelegentliche Zufuhr von Vitaminen
  • Ernährungsumstellung

Bei welchen Erkrankungen ist die Mikrobiologische Therapie sinnvoll?

  • Magen-Darm-Störungen: mit Verstopfung, Völlegefühl, Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergien
  • Vorausgegangene Chemo/Strahlen/Antibiosetherapie
  • Nachweis einer Dysbiose bei der Stuhluntersuchung
  • Migräne und andere Kopfschmerzen
  • Allergien
  • Chron. Nierenerkrankung

Ernährungsabhängige Krankheiten:

  • Adipositas (Fettsucht, krankhaftes Übergewicht über 20 % des Normgewichtes)
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Gallensteine
  • Verstopfung
  • Divertikulose (Aussackungen der Darmwand)
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Gicht
  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose und Folgekrankheiten
  • Bösartige Neubildungen (z. B. Dickdarmkrebs)
  • Nahrungsmittelallergien
  • Karies
  • Rheumatische Erkrankungen

Ernährungsumstellung: Eine erfolgreiche Umstellung von herkömmlicher Zivilisationskost auf Vollwertkost mit hohem Rohkostanteil sollte langsam, schrittweise und individuell erfolgen. Auch konstitutionelle Gesichtspunkte müssen berücksichtigt werden. Außerdem muss sich die Darmflora an die veränderte Kost erst langsam anpassen. Es gibt spezielle Ernährungstherapien wie Rohkost, vegetarische Ernährung usw., wobei bei der Umstellung auf Mangelerscheinungen zu achten ist.

Orthomolekulare Therapie (Nährstofftherapie): Wörtlich übersetzt bedeutet Orthomolekulare Medizin eine Medizin mit den „richtigen“ Molekülen. Es handelt sich um eine Therapie mit Substanzen, die der Nahrungsergänzung dienen und den Körper in die Lage versetzen sollen, mit optimalen Konzentrationen aller wichtigen Substanzen eine gute Regulationsfähigkeit des Organismus zu erhalten
oder wiederherzustellen. Z. B. Erhöhter Bedarf an Nährstoffen bei:

  • starker körperlicher/seelischer Belastung
  • durch längerfristige Medikamenteneinnahme (z. B. Fettsenker)
  • Pille
  • bei Depressionen

Durch eine Reizung des Darms (kühles/warmes Wasser) und der Bauchmassage wird die Tätigkeit des Darms angeregt. Die Colonhydrotherapie wird meist 1x/Woche, je nach Bedarf 3-4x insgesamt durchgeführt, ist schmerzfrei und durch das „geschlossene“ Therapiesystem frei von unangenehmen Sensationen z. B. unangenehmen Gerüchen.

Die Gabe von Sauerstoff (zur Inhalation) ist eine bereits im letzten Jahrhundert durchgeführte Behandlungsmethode vor allem bei chronischen Erkrankungen. Diesen Verfahren liegt die Annahme zugrunde, dass jede Körperzelle potenziell von einen O2-Mangel betroffen sein kann und dieser bei längerem Bestehen zu Beeinträchtigungen von Körperfunktionen führen kann und die wiederholte Gabe von O2 in der richtigen Konzentration bei etwaigen Mangelzuständen Abhilfe schafft. Die Sauerstofftherapie wird vor allem empfohlen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, z. B. Colitis ulcerosa und Leberzirrhose, Nierenerkrankungen, Beschwerden bei Wechseljahren, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Krebserkrankungen und zur Abwehrsteigerung.

Jede Zelle unseres Körpers wird durch Hormone beeinflusst, Hormone sind die Regisseure des Lebens. Die Hormondysbalance führt zu vielfachen Beschwerden die letztendlich dann auch zu Gesundheitsstörungen führen können.

Häufige Symptome von Hormondysbalancen oder Hormonmangel sind:

  • Herz- Rhythmus-Störungen
  • Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit, Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • emotionale Verstimmungen
  • plötzliche Aggressionen
  • depressive Verstimmungen bis hin zur manifesten Depression
  • Nachlassen der Libido und der Potenz
  • Leistungsabfall und Energiemangel
  • Blutdruckschwankungen
  • Blutzuckerschwankungen
  • Gewichtszunahme
  • Osteoporose

Wichtig ist eine genaue Hormonanalyse im Speichel oder Urin, da die Hormone im Blut an Eiweiße gebunden sind und deshalb eine exakte Hormonbestimmung im Blut oft nicht möglich ist. Bei Hormondysbalancen behandeln wir individuell mit bioidentischen Hormonen ohne Nebenwirkungen.

Es gibt unterschiedliche Formen von Haarausfall, wobei ein Verlust von bis zu hundert Haaren/Tag noch als normal anzusehen ist.

  1. Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa): Es finden sich vermehrt Haare beim Waschen, Auskämmen oder in der Bettwäsche. Diese Art von Haarausfall findet sich oft als Ausdruck einer akuten oder chronischen Schädigung der Haarwurzel z. B. durch Medikamente, bei inneren Erkrankungen (z. B. Schilddrüse, Diabetes), bei Stress oder Mangelzuständen (siehe 6. Nährstofftherapie bzw. Orthomolekulare Therapie). Deshalb ist eine diagnostische Abklärung nötig.
  2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Haarverlust an einzelnen Stellen, ansonsten völlig normaler Haarwuchs. Oft verbirgt sich dahinter eine Autoimmunreaktion, sodass ein Versuch mit Kortison in Cremeform oder Lösung zum Einspritzen erfolgreich sein kann. Auch psychosomatische Faktoren spielen eine Rolle.
  3. Androgenetischer Haarausfall (Alopecia androgenetica): Haarverlust durch männliche Sexualhormone. Häufiger bei Männern aber auch bei Frauen, es handelt sich um zunehmenden Haarausfall mit Bildung von Geheimratseckern, Verschiebung der Stirnhaargrenze nach hinten und Lichtungen im Bereich des Hinterkopfes bis zur Teil- oder Vollglatze. Die Ursache ist weniger der absolute Hormonspiegel des männlichen Hormons, sondern die Reaktion der Haarwurzelzellen auf die Hormone. Deshalb ist eine Hormontherapie oft wenig erfolgversprechend. Die Behandlung der androgenetischen Alopecie beschränkt sich meist auf die Gabe weiblicher Hormone (nur bei der Frau möglich). Unterstützend neben der somatischen Diagnostik und möglichen Behandlung ist vor allem auch das Gespräch mit dem Patient/in.

Weitere Therapiemöglichkeiten zur Unterstützung können versucht werden:

  • Mesotherapie
  • Eigenbluttherapie
  • Neuraltherapie
  • Nährstofftherapie als unterstützende Therapie

Gelegentlich kann auch die Hydrotherapie mit z. B. täglichem Waschen der Kopfhaut mit frisch gepresstem Brenneselsaft versucht werden oder andere Lokaltherapeutika, die wir vorrätig haben.

Durch Mikroinjektionen die fast schmerzlos sind, werden schwach dosierte Medikamente, zum Teil Naturheilmedizinische Präparate in die Oberfläche der Haut injiziert und können damit am Ort der Erkrankung wirksam sein.

  • Ziel der Mesotherapie ist es Medikamente genau und direkt dem erkrankten oder behandlungsbedürftigen Körperteil zuzuführen, Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Die Mesotherapie hat den Vorteil einerseits sanft zu behandeln, andererseits können gleichzeitig körpereigene Heilkräfte gefördert werden. Sie hat eine breite Anwendung sowohl bei akuten wie chronischen Erkrankungen aber auch in der Vorbeugung. Auf Grund der Langzeitwirkung können oft 2-3 Sitzungen in einem Abstand von 1-4 Wochen ausreichen um ein langes Ergebnis zu erzielen. Eingesetzt wird die Mesotherapie bei Abwehrschwäche und wiederholten Infektionen, Stress und Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen, Migräne, Zigarettenentwöhnung, Alterssichtigkeit und Alterschwerhörigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie auch bei Cellulite, Haarausfall, Bindegewebsschwäche und kleineren Gesichtsfältchen in der ästhetischen Medizin.

Ist eine Frühdiagnostik für sich entwickelnde Erkrankungen, die noch nicht sichtbar sind. Über einen Brustgurt mit Pulsmesser wird die Aktivität von Sympathikus (Stressnerv) und Parasympathikus (Ruhenerv) gemessen. Wenn das Gleichgewicht zwischen den beiden Nerven gestört ist, bedeutet das, dass Organe nicht mehr gesteuert und reguliert werden können. Das führt dann zu organischen Erkrankungen.

Wann ist die Messung sinnvoll?

  • psychischer und körperlicher Stress
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Burnout-Syndrom/Depressionen
  • COPD/Chronische Bronchitis/Asthma
  • Diabetes/Metabolisches Syndrom
  • anderen chronischen Erkrankungen/Schmerzen
  • Schlafstörungen, starkes Übergewicht
  • in der Schwangerschaft
  • Reizdarm/Morbus Crohn/Colitis ulcerosa
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • hormonelle Erkrankungen
  • degenerative Erkrankungen
  • Osteoporose/Arthrose
  • Schwindel/Tinnitus/Migräne
  • neurologische Erkrankungen
  • psychosomatische Beschwerden
  • chronische Hauterkrankungen
  • vor, während und nach Chemo/Strahlentherapie